Almerija Delic

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Almerija Delic

Almerija Delic studierte Gesang an der Folkwang Hochschule Essen und an der Musikhochschule Mainz in der Klasse von Claudia Eder, wo sie 2012 mit Auszeichnung abschloss. Studienergänzend besuchte sie Meisterkurse bei Marjana Lipovsek, David Jones und Nigel Rogers. Almerija Delic ist Preisträgerin nationaler und internationaler Gesangswettbewerbe und ist Stipendiatin der Richard Wagner Stiftung und der Gutenberg Universität Mainz.

Die junge Mezzosopranistin sammelte bereits während ihrer Studienzeit erste Bühnenerfahrungen in Hochschulproduktionen. So sang sie die Penelope in Il ritorno d'Ulisse in patria und den Hänsel in Hänsel und Gretel. 2007 gastierte sie in Kotor und Cetinje in Montenegro beim Festival Ars&Musica Antiqua als Ottavia in Monteverdis L'Incoronazione di Poppea.

Von 2008- 2011 war sie Mitglied des Jungen Ensembles des Staatstheaters Mainz, wo sie die Rolle des Sibari in Glucks La Semiramide riconosciuta sang. Zudem übernahm sie zahlreiche Partien in Sciarrinos Macbeth und den Dardano in Händels Amadigi di Gaula. Im Frühjahr 2012 gastierte sie als Gräfin Geschwitz am Theater Gießen. Bei den Schwetzinger Festspielen 2014 debütierte sie zudem in der UA von Bernhard Langs Reigen.

Von 2012 – 16 war Almerija Delic Ensemblemitglied am Theater Osnabrück, wo sie sich als Preziosilla in La forza del destino dem Publikum erstmals präsentierte. Desweiteren stand sie als Cherubino auf der Bühne und feierte einen großen Erfolg mit ihrem Rollendebüt als Carmen. Mit Beginn der Spielzeit 2016/17 wechselte sie ins Ensemble des Theaters Dortmund und debütierte dort mit der Marthe in Faust. Zudem war sie als Mutter in Hänsel und Gretel und Emilia in Otello zu hören. Zu Beginn der aktuellen Saison präsentierte sie sich als Adelaide in Arabella und wird zudem u.a. als Larina in Eugen Onegin und 3. Dame in Die Zauberflöte zu erleben sein.

Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt im Bereich der Neuen Musik. So war sie an der Uraufführung der Deutschen Lieder von Jerzy Sokorski in Frankfurt beteiligt sowie an Konzerten des Ensembles folkwang modern mit Werken von Luciano Berios O King, Louis Andriessens De Staat, Günter Steinkes Uraufführung des Instrumentalstückes Maschinen-Musik und der Uraufführung von Dirk Reiths soundpoem.