Gerardo Garciacano

Bariton
  • Biografie
Gerardo Garciacano

Der mexikanische Bariton Gerardo Garciacano absolvierte seine Gesangsausbildung an der Indiana University und im Opernstudio der Opera National du Rhin in Strassburg. Er ist Preisträger wichtiger Wettbewerbe und gewann 2005 den 1. Preis beim Wettbewerb der Schlossoper Haldenstein, war 2007 Finalist beim renommierten Concours International d'Art Lyric und gewann im gleichen Jahr den 3. Preis beim Internationalen Seoul Musikwettbewerb.

Gastengagements führten ihn in der Titelpartie von Il barbiere di Siviglia sowie als Faninal in Der Rosenkavalier an das Theater Dortmund, am Theater Biel war der Sänger als Graf Almaviva in Le nozze di Figaro und als Dandini in La Cenerentola zu hören. In Köln übernahm er den Papageno, den Guglielmo in Cosi fan tutte und den Barbiere, eine Rolle, die er auch am Salzburger Landestheater verkörperte. In der Spielzeit 2009/10 war der Bariton am Theater Bern engagiert, wo er als Schaunard erstmals zu hören war. Diese Partie sang er auch mit großem Erfolg bei der vom TV-Sender arte übertragenen La Bohème im Hochhaus. Weitere Aufgaben in Bern waren u.a. der Fritz in Die tote Stadt und der Herr Fluth in den Die lustigen Weibern von Windsor.

Gerardo Garciacano sang außerdem u.a. an der Opéra National du Rhin in Strasbourg, der Opéra National de Montpellier, dem Opéra-Théâtre d'Avignon, der Opéra de Toulon, am Nationaltheater Mannheim und am Theater Basel. 2005 debütierte er im Palacio de Bellas Artes in Mexiko-Stadt als Mercutio in Roméo et Juliette mit Rolando Villazón und Anna Netrebko.

Seit der Spielzeit 2011/12 ist er Ensemblemitglied der Oper Dortmund. Hier stand er u.a. als Guglielmo in Così fan tutte, Marcello in La Bohème, Graf Almaviva in Le Nozze di Figaro, Belcore in L' Elisir d'amor, Melot in Tristan und Isolde, Giorgio Germont in La Traviata, Argante in Rinaldo, Valentin in Faust und in der Titelrolle von Don Giovanni auf der Bühne. Aktuell ist er als Germont in La Traviata zu hören.

Gerardo Garciacano hat sich zudem einen Namen als Liedsänger gemacht. Neben Werken von Schumann, den Hugo Wolf- und den Rückertliedern, reüssierte er mit Melodías de (in)dependencia, ein erfolgreiches Konzertprogramm argentinischer und mexikanischer Kunstlieder aus dem 20. Jahrhundert, das 2012 auch auf CD erschien.